Carl-von-Ossietzky-Oberschule / JUP
 

Das Carl-von-Ossietzky-Gymnasium Pankow ist eine alte und ehrwürdige Schule. Ich denke das trifft es ganz gut. Die Schule wurde vor exakt 100 Jahren eröffnet und blickt somit auf eine lange Geschichte zurück. Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte die Schule zu den größten in ganz Berlin. Im Gebäude waren ein Mädchenlyzeum, eine Lehrerbildungsstätte und drei Gemeindedoppelschulen untergebracht. In der DDR zählte die Lehreinrichtung zu einer Art „Elite-Schule“. Zur DDR-Vergangenheit der Schule muss man auch neben der Elite Schule die sogenannte „Ossietzky-Affäre“ nennen, welche die Schule weit über Berlin bekannt machte. 1988 erlaubte der Schulleiter den Schülern an einer Wandtafel im Schulhaus ihre Meinung schriftlich zu äußern. Es entstand eine Art freies Forum. Diese Art der freien Meinungsäußerung folgten dann Unterschriftenaktionen von einigen Schülern zur Unterstützung der Streiks in Polen und gegen die NVA-Parade zum Jubiläumstag der DDR. Als die zuständige Schulbehörde dies ausdrücklich untersagte und viele Schüler bestimmte Äußerungen nicht zurücknehmen wollten, kam es zu mehreren Verweisen von der Schule. Vor allem die damalige Volksbildungsministerin Margot Honecker machte sich für ein striktes Vorgehen gegen die „abweichenden“ Schüler stark. DieseAffäre löste starke Proteste in Westberlin aber auch innerhalb der DDR aus.

In Anlehnung an diese Ereignisse gibt es noch heute an der Schule das Forum. Schülerinnen und Schüler können zu verschiedenen aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen schriftlich ihre Meinung darlegen und an der Forum-Wand aushängen, eine Art non-verbale Diskussion. Nach der Wiedervereinigung entwickelte sich das Gymnasium zu einer toleranten und weltoffenen Schule, die aus Pankow kaum wegzudenken ist.

Heute lernen an der Schule knapp über 900 Schülerinnen und Schüler, die von circa 70 Lehrerinnen und Lehrer in den Klassen 7 bis 13 unterrichtet werden. Die große Schüler- und Lehreranzahl ermöglicht es ganz verschiedene Projekte an der Schule zu gestalten. Das Ossietzky-Gymnasium hat zahlreiche Schulpartnerschaften innerhalb von Berlin (Bsp.: Rosa-Luxemburg OS) aber auch im Ausland (Bsp.: China und Frankreich). Innerhalb der Schule ist man selbstverständlich auch aktiv: Es gibt beispielweise eine ganz aktive Schülerzeitung „Moron“, es gibt viele AGs an denen man sich beteiligen kann, welche hauptsächlich aus der Mitte der Schülervertretung initiiert sind. Darunter sind exemplarisch die Politik AG oder die Schulclub AG. Das soll aber nicht heißen, dass alles immer und überall alles optimal läuft. Man muss ständig am Ball bleiben, um möglichst viele Schüler an den außerunterrichtlichen Projekten zu beteiligen. Und dabei wären wir bei den Aufgaben als Freiwillig Sozialdienstleistender am Ossietzky-Gymnasium …

Im Gegensatz zu anderen Schulen läuft schon ganz viel am Ossietzky-Gymnasium gut. Aber was gut ist, kann ja noch besser werden und da sind durchaus wir FSJ´ler gefragt. Die Hauptaufgabe besteht darin die Schülervertretung zu unterstützen. Die Gesamtschülervertretung (GSV) funktioniert wie ich finde bereits ganz ordentlich. Es finden regelmäßige Treffen aller Klassen- und Jahrgangssprecher statt und der GSV-Vorstand ist ständig aktiv. Trotzdem muss man oft neu motivieren und auf Treffen hinweisen, an denen möglichst alle Beteiligten teilnehmen. Das ist nicht immer leicht, denn oft können diese Treffen erst nach 15Uhr oder noch später stattfinden. Hier gilt es vor allem die GSV-Konferenzen vorzubereiten und über aktuelle schulpolitische Themen zu beraten. Der FSJ´ler muss also dahingehend dem Schulsprecher einige Arbeit abnehmen. Neben der reinen GSV-Arbeit hat man natürlich auch die Aufgabe bestimmte Arbeitsgemeinschaften zu leiten bzw. zu unterstützen. Momentan ist das bei mir die Politik AG, die ich aktiv organisiere, aber auch bei der Schulclub AG sowie der AG für die Verbesserung des Schüler-Lehrer-Verhältnisses ist große Unterstützung gefragt. Die stressigsten und anstrengendsten Tage im „FSJ@school“ sind sicher die ersten Wochen. Man muss sich möglichst vielen Schülern vorstellen. Das funktioniert am besten, indem man durch die einzelnen Klassen und Kurse geht. Hinzu muss man viele neue Lehrer kennen lernen, um zu wissen an wen man sich wann und weshalb wenden muss. Und es wird erwartet, dass man die gesamten GSV-Wahlen aktiv mit organisiert. Da in Berlin der Schulsprecher von allen Schülern der Schule gewählt wird, ist das schon eine logistische und anstrengende Herausforderung, wenn man die Schulstrukturen noch nicht im Einzelnen kennt. Ansonsten setzt man sich natürlich auch eigene Schwerpunkte in der Arbeit.

Je nach eigenem Interesse und Möglichkeiten kann man sich durchaus in gewisser Weise selbst verwirklichen. Beispielsweise kann man selbständig Arbeitsgemeinschaften gründen oder Projekttage vorbereiten zu Themen, die einem besonders liegen. Bei über 900 Schülerinnen und Schülern ist das Potential einfach riesig. Man muss es nur versuchen richtig abzuschöpfen, da aber liegen schon oft die Hindernisse für optimales Arbeiten. Viele Schüler sind einfach schon durch den Unterricht enorm belastet (fast täglich bis 15Uhr in der Sek I) und haben kaum noch die Lust danach in oder an der Schule zu bleiben. Während der Unterrichtszeit gibt es faktisch kaum Möglichkeiten sich mal mit Schülern zu treffen. Und hier ist der FSJ´ler gefragt dies in irgendeiner Weise zu koordinieren und zu gestalten. Doch um das Ganze noch etwas klarer und übersichtlicher zu machen, ist hier eine kleine Übersicht über bereits gelaufene sowie anstehenden Aufgaben und Projekte:

  • 1. U-18 Wahl am 18.September 2009 organisieren und umsetzen
  • 2. Am CvO müssen wir unbedingt die Transparenz der GSV verbessern. Dazu wollen wir demnächst Umfragen unter allen Schülern durchführen.
  • 3. Es soll ab diesem Jahr eine Art Nachhilfe-Netzwerk am CvO eingerichtet werden. Prinzip: Ältere Schüler helfen Jüngeren.
  • 4. Der GSV Raum (auch Arbeitsplatz für den FSJ´ler) soll umgestaltet werden, die Gelder sind bereits bewilligt.
  • 5. Das gegenüberliegende Schülercafé und Jugendfreizeiteinrichtung (JUP) soll stärker mit der Schule kooperieren.
  • 6. Ein letztes größeres Anliegen ist die Kooperation mit der in Nachbarschaft gelegenen Reinhold-Burger-Oberschule. Leider gestaltet das sich schwieriges als gedacht.

Bereits jetzt kann ich prophezeien, dass nicht alle genannten Großaufgaben / -projekte bis zum Schuljahresende 2009/2010 völlig umgesetzt sein werden. Deshalb finden sich hier schon die Aufgabenbereiche des künftigen FSJ´lers wieder.





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